Schichtforamen der Makula, eine Herausforderung für Klassifikation und Therapie | CONCEPT Ophthalmologie Band: NaN

: Makulaschichtforamina werden nach morphologischen Kriterien in traktive und degenerative Veränderungen unterteilt, auch wenn das Auftreten von Mischformen eine klare Abgrenzung oft erschwert. Diese Veränderungen können über einen langen Nachbeobachtungszeitraum funktionell und morphologisch stabil bleiben. Im Gegensatz zu „traktiven Schichtforamina“ gehen besonders degenerative Schichtforamina mit Veränderungen der äußeren Netzhautschichten einher. Da Veränderungen der ellipsoiden Zone mit einem schlechteren Visus korrelieren, haben degenerative Schichtforamina eine postoperativ schlechtere Visusprognose und werden daher – im Vergleich zu traktiven Schichtforamina – zurückhaltender für einen operativen Eingriff indiziert. Die Indikation zur Operation hängt in erster Linie von den Beschwerden des Patienten ab. Die Operation selbst entspricht dem Vorgehen wie bei anderen Makulopathien und besteht aus einer transkonjunktivalen nahtlosen Pars-plana-Vitrektomie mit Peeling epiretinalen Gewebes und der ILM, wobei Modifikationen der Technik beschrieben sind.

Autoren: Christos Haritoglou
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ISSN: 2629-4745
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