Das Suchtverhalten vor und nach adipositaschirurgischen Eingriffen | chirurgische praxis Band: 85

Zusammenfassung : Über die Neurotransmitter Dopamin und μ-Opioide wird Sucht vermittelt. Eine Stimulation des Gastrointestinaltraktes mit bestimmten Nahrungsmitteln kann zu einer Erhöhung des Dopaminspiegles im ventralen Striatum führen. Ob es nach adipositaschirurgischen Eingriffen zu einer Suchtverschiebung – weg vom Essen hin zu Alkohol-, Drogen- oder Nikotinabhängigkeit – kommen kann, und ob die unterschiedlichen Eingriffe Magenbypass und Schlauchmagen divergierende Effekte auf die Suchtverschiebung haben, gilt es zu erörtern. Grundlegend sollten alle Patienten nach adipositaschirurgischen Eingriffen im Rahmen der Follow-Up-Untersuchungen in Bezug auf die Problematik der Suchtverschiebung untersucht werden.

Autoren: S. Chiappetta, M. A. Hadid, C. Stier, R. A. Weiner
Weitere Informationen: Viszeralchirurgie, Mediengrupppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG, Adipositaschirurgie, Alkoholabhängigkeit, Drogenabhängigkeit, Nikotinabhängigkeit, Suchtverhalten
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik für Adipositas Chirurgie und Metabolische Chirurgie, Sana Klinikum Offenbach