Diagnostik und Therapie einer Doppelgallenblase in der Schwangerschaft | chirurgische praxis Band: 85

Zusammenfassung: Die Doppelgallenblase (DG) ist eine seltene angeborene Malformation des hepatobiliären Systems. Ihre Inzidenz beträgt 1:34.000. Wir präsentieren den Fall einer 34-jährigen Frau in der 11. Schwangerschaftswoche, die über rechtsseitigen Oberbauchschmerz mit positivem Murphy-Zeichen klagte. Wir führten eine explorative Laparoskopie durch, in der eine entzündete Gallenblasenduplikatur diagnostiziert und entfernt wurde In einer sonografischen Bildgebung präoperativ konnte lediglich eine entzündete Gallenblase detektiert werden. In der Literatur wird ein erhöhtes Verletzungsrisiko des Gallengangsystems beschrieben, wenn eine DG erst intraoperativ und dann zufällig entdeckt wird. Daher ist eine suffiziente prä- und intraoperative Bildgebung unabkömmlich. Im dargestellten Fall diskutieren wir die Diagnostik und Therapie einer entzündeten DG.

Autoren: C. Paasch, K. Böttge, P Look, J. Babilli, R. Siegel
Weitere Informationen: Viszeralchirurgie, Mediengrupppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG, Cholezystitis, Doppelgallenblase, Schwangerschaft, laparoskopische Cholezystektomie
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Onkologische Chirurgie, Helios Klinikum Berlin-Buch; No Insurance Surgery (NIS), Las Vegas, Nevada; Vivantes Fachbereich Pathologie, Klinikum Neukölln; Fakultät für Gesundheit, Universität Witten/ Herdecke, Witten