Brachioplastik nach massivem Gewichtsverlust | chirurgische praxis Band: 85

Zusammenfassung: Die Oberarmstraffung ist mittlerweile eine häufig durchgeführte Straffungsoperation, die vor allem bei Patienten nach einem massiven Gewichtsverlust zunehmend Anwendung findet. Neben der ästhetischen Motivation sind oft funktionelle Probleme wie intertriginöse Entzündungen als Indikation zu sehen. Die Oberarmstraffung ist ein rein reduzierendes Verfahren des Hautmantels, daher profitieren vor allem Patienten mit einer deutlichen Hauterschlaffung. Hingegen besteht bei Patienten mit einem adipös überfüllten Erscheinungsbild keine Indikation, da eine Gewichtsreduktion nicht zu erzielen ist. Die Resektion sollte im oberflächlichen Subkutangewebe erfolgen, um Verletzungen von Gefäßen, Nerven und Lymphbahnen zu verhindern. Außerdem gilt es eine Überresektion zu vermeiden, da sonst nur ein Wundverschluss durch eine Hauttransplantation möglich ist und diese Anschlussoperationen mit sich bringt. Neben den allgemeinen Komplikationen fällt am Oberarm die lange Phase der Narbenreifung auf. Dies sollte dem Patienten kommuniziert werden, um verfrühte Cortisoninjektionen mit anschließender Konturirregularität durch Fettgewebsatrophien zu vermeiden.

Autoren: S. Bernuth, C.-T. Germer, M. G. Jakubietz, K. Schmidt, R. G. Jakubietz
Weitere Informationen: Viszeralchirurgie, Mediengrupppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG, Bodycontouring, Brachioplastik, Oberarmstraffung, massiver Gewichtsverlust
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Würzburg; Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Kinderchirurgie, Universitätsklinikum Würzburg