Knopfzellingestion | chirurgische praxis Band: 85

Zusammenfassung: Wir berichten über die schwere Komplikation einer langstreckigen Ösophagusnekrose nach fünftägiger Implantation einer Knopfzelle im oberen Ösophagus. Wir möchten mit dem Fall darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, bei Erbrechen anamnestisch an die Fremdkörperingestion zu denken, eine zielführende Diagnostik einzuleiten und gerade die ösophageale Implantation als vitalen Notfall einzustufen. Wünschenswert ist eine präventive Aufklärung von Eltern, Bezugspersonen sowie jeglichen Anwendern dieser Batterien hinsichtlich der Folgen eines Ingestionsunfalls und wie dieser vermieden werden kann. Zudem muss auch das medizinische Fachpersonal geschult werden, um bei Erstkontakt mit betroffenen Patienten zügig den weiteren Behandlungsweg einzuleiten. Zu guter Letzt obliegt es auch der Industrie und dem Bund selbst hier Verantwortung zu übernehmen.

Autoren: A. Rabe
Weitere Informationen: Kinder- und Neugeborenenchirurgie, Mediengrupppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG, Fremdkörperingestion, Knopfzellbatterie, langstreckige Nekrose, Ösophagus
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Helios Klinikum Erfurt