Nicht-invasive Diagnostik bei chronischen Unterbauchschmerzen | chirurgische praxis Band: 85

Zusammenfassung: Chronischer Unterbauchschmerz ist ein sehr häufiges Symptom, welches nicht nur den Gynäkologen in ihrer täglichen Arbeit begegnet, sondern auch den Allgemeinmedizinern, den Internisten, den Chirurgen oder auch den Orthopäden. Der erste Schritt der Diagnostik, die zielgerichtete Anamnese, setzt die Kenntnis der möglichen Differenzialdiagnosen und ihrer ggf. spezifischeren Symptome voraus. Die häufigsten Ursachen für den chronischen Unterbauchschmerz sind die Endometriose, chronische Entzündungen im kleinen Becken, Verwachsungen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, das Reizdarmsyndrom, aber auch psychiatrische Ursachen, wie Depressionen und Angsterkrankungen. Der folgende Artikel beschränkt sich vor allem auf die mögliche nicht-invasive gynäkologische Diagnostik, ohne aber andere Ursachen außer Acht zu lassen. Neben der bereits erwähnten Anamnese und der gynäkologischen Basisdiagnostik inklusive Spekulumeinstellung und bimanueller Palpation fällt der transvaginalen Sonografie und insbesondere der dynamischen transvaginalen Sonografie eine Schlüsselrolle in der Diagnostik des chronischen Unterbauchschmerzes zu. Mit diesen Methoden lässt sich in vielen Fällen eine deutlich teurere, aber oft auch sehr unspezifische radiologische Diagnostik vermeiden und eine invasive Abklärung mittels Laparoskopie zumindest zielgerichteter indizieren, wenn nicht sogar verhindern.

Autoren: T. Ahrens
Weitere Informationen: Benachbarte Gebiete, Mediengrupppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG, Endometriose, Entzündungen, Transvaginalsonografie, Unterbauchschmerz, dynamische Sonografie
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, UKSH Campus Lübeck