Diagnostik und Therapieoptionen bei Osteosarkomen | chirurgische praxis Band: 85

Zusammenfassung: Das Osteosarkom ist der häufigste maligne Knochentumor Jugendlicher und junger Erwachsener. Die Behandlung muss interdisziplinär erfolgen. Sie umfasst die komplette chirurgische Resektion des Primärtumors – und falls vorhanden – aller sichtbarer Metastasen sowie eine mehrmonatige prä- und postoperative Chemotherapie. Wann immer möglich, sollte die Behandlung in prospektiven multizentrischen Studien durchgeführt werden. Als ein möglicher Therapiestandard hat sich die Kombination aus Hochdosis-Methotrexat, Adriamycin und Cisplatin (MAP) etabliert. Hiermit sind bei noch nicht manifest metastasierten Osteosarkomen Heilungsraten zwischen 60–70% zu erzielen. Der für junge Patienten etablierte multimodale Therapieansatz ist altersadaptiert auch bei älteren Erwachsenen erfolgreich. Nach Therapieende müssen die Patienten einer strukturierten Nachsorge zugeführt werden, um Rückfälle zu einem Zeitpunkt zu erfassen, zu dem eine kurative Behandlung noch möglich ist und um etwaige Spätfolgen rechtzeitig erkennen zu können.

Autoren: S. Hecker-Nolting, S. Bielack
Weitere Informationen: Kinder- und Neugeborenenchirurgie, Mediengrupppe Oberfranken - Fachverlage GmbH & Co. KG, Chemotherapie, Metastasierung, Osteosarkom, Tumorbiologie, Tumoren
ISSN: 0009-4846
Institut: Zentrum für Kinder, Jugend- und Frauenmedizin, Klinikum Stuttgart-Olgahospital