Konservative Frakturbehandlung im Wachstumsalter - Die Gipskeilung | chirurgische praxis Band: 83

Zusammenfassung: In der Frakturbehandlung von Kindern steht uns eine Vielzahl an Therapieoptionen zur Verfügung. Die Therapie richtet sich nach dem Alter des Kindes, der Frakturlokalisation und dem Ausmaß der frakturbedingten Achsabweichung. Ist bei der erstellten Wachstumsprognose einer kindlichen Fraktur eine Stellungsverbesserung oder gar eine Stellungskorrektur erforderlich, so kann bei richtiger technischer Anwendung und guter Planung eine erfolgreiche Reposition und Retention über eine Gipskeilung erreicht werden. Der Zeitpunkt der Gipskeilung sollte am 7.–8. Tag liegen. Des Weiteren sollte im Rahmen der Gipskeilung auf eine ausreichende Analgesie geachtet werden. Die begleitenden Eltern sollten über das geplante Vorgehen und das zu erwartende Ergebnis ausführlich aufgeklärt werden. Die Gipskeilung ist bei richtiger technischer Anwendung eine kindgerechte und kostengünstige Maßnahme zur Behandlung von leicht oder mäßig dislozierten diaphysären und metaphysären Frakturen im Bereich der stammfernen langen Röhrenknochen.

Autoren: N. Laurich, R. Kraus
Weitere Informationen: Kinder- und Neugeborenenchirurgie, Mediengruppe Oberfranken, Gipskeilung, konservative Frakturbehandlung, Grünholzfraktur, Radius, Tibia
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Wirbelsäulen- und Kindertraumatologie, Asklepios Klinik Lich