Die Beckenfraktur bei Kindern und Jugendlichen | chirurgische praxis Band: 83

Zusammenfassung: Frakturen am Beckenskelett sind bei Kindern und Jugendlichen selten und umfassen ein breites Spektrum an Verletzungen. Während Läsionen der Apophysen mit gutem Ergebnis konservativ behandelt werden, ist bei komplexen Verletzungen mit Dislokation immer eine operative Therapie angezeigt. Grundlage für die Therapieentscheidung bilden über die klinische Untersuchung hinaus die Beckenübersichtsaufnahme, sowie – bei entsprechendem klinischen und radiologischen Verdacht und unter Berücksichtigung des Traumas – die Computertomografie. Mit ihr lassen sich stabile von instabilen Verletzungsmorphologien differenzieren und insbesondere bei Hochrasanztraumata schwerwiegende Begleitverletzungen nachweisen. In Kenntnis typischer Früh- und Spätkomplikationen und deren zielgerichteter, zeitgerechter und nicht zuletzt auch kindgerechter Behandlung lassen sich überwiegend gute Behandlungsergebnisse erreichen.

Autoren: M. Fuchs, F. Renhof, M. Barthel
Weitere Informationen: Unfall-, Hand- und plastische Chirurgie, Orthopädie, Mediengruppe Oberfranken, Beckenfraktur, Kinder und Jugendliche, Diagnostik, Therapie
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie, Sporttraumatologie, Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie, Evangelisches Krankenhaus Bielefeld