Roboterassistierte transaxilläre Thyreoidektomie (RAT) | chirurgische praxis Band: 83

Zusammenfassung: Die traditionelle Schilddrüsenchirurgie via Kocher’schen Kragenschnitt wurde in den letzten Jahrzehnten im Hinblick auf das kosmetische Ergebnis durch minimalinvasive und extrazervikale Zugangswege erweitert. Als verbreitetster und populärster extrazervikaler Zugang gilt derzeit das transaxilläre Vorgehen, das in Kombination mit einem Operationsroboter angewendet wird. Die roboterassistierte transaxilläre Schilddrüsenchirurgie (RAT) eignet sich für benigne, kleinvolumige Befunde. Der Eingriff kann uni- oder bilateral durchgeführt werden. Potentielle Vorteile ergeben sich durch die gute Visualisierung von N. recurrens und Nebenschilddrüsen mittels 3D-Kamera und zehnfacher Vergrößerung, miniaturisierte, abwinkelbare Instrumente und ein sehr ansprechendes kosmetisches Ergebnis. Als Nachteile müssen vor allem eine längere Operationszeit und hohe Kosten genannt werden. Die RAT sollte erfahrenen Schilddrüsenchirurgen vorbehalten bleiben und eignet sich für ein selektioniertes, körperbewusstes Patientenklientel.

Autoren: E. Maurer, S. Wächter, D. K. Bartsch
Weitere Informationen: Viszeralchirurgie, Mediengruppe Oberfranken, Schilddrüsenchirurgie, extrazervikaler Zugang, Operationsroboter
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik für Visceral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Marburg,