Das Schwannom des Magens | chirurgische praxis Band: 83

Zusammenfassung: Schwannome sind sehr seltene benigne mesenchymale Tumoren des peripheren Nervensystems, die von den Schwann-Zellen ausgehen und sporadisch intraabdominal vorkommen können. Wir diagnostizierten bei einer 65-jährigen Patientin mit persistierenden Oberbauchschmerzen ein ca. 2 cm messendes Schwannom der großen Magenkuvatur. Die Exzision führten wir laparoskopisch als partielle Magenvollwandresektion durch. Der postoperative Verlauf war unauffällig. Das gastrale Schwannom repräsentiert ca. 4 % der benignen Magentumoren. Die Diagnosesicherung ist durch das Fehlen typischer radiologischer und sonographischer Kriterien erschwert. Zudem sind gastroskopisch erfolgte Biopsien häufig wegen der submukösen Lokalisation des Schwannoms frustran. Zu der Differentialdiagnose zählt im Wesentlichen der GIST, der wie das Schwannom im hohen Erwachsenenalter auftritt und sowohl endoskopisch als auch sonographisch Ähnlichkeiten aufweist. Nach sparsamer Tumorexzision geht das Schwannom mit einer günstigen Prognose einher.

Autoren: C. Paasch, P. Polynice, M. Steinbach, E. J. Gatzky, M. W. Strik
Weitere Informationen: Viszeralchirurgie, Mediengruppe Oberfranken, Neurinom, Schwannom, mesenchymaler Tumor, benigner peripherer Nervenscheidentumor
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Onkologische Chirurgie, HELIOS Klinikum Berlin-Buch; Institut für Gewebediagnostik Berlin am MVZ des HELIOS Klinikum Emil von Behring