Nabelherniotomie nach Spitzy im Kindesalter | chirurgische praxis Band: 83

Zusammenfassung: Eine Nabelhernie stellt im Kindesalter eine angeborene Faszienlücke im Bereich der ventralen Bauchwand dar Seit über 100 Jahren wird bei der Versorgung von kindlichen Nabelhernien die Methode nach Spitzy angewendet Ziel unserer Studie war es, die Nabelherniotomie nach Spitzy im Hinblick auf das aktuelle Outcome zu analysieren. Über einen Zeitraum von über zehn Jahren wurden in der kinderchirurgischen Abteilung der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie der Universität Würzburg 518 Patienten mit Nabelhernien operiert, wobei 499 Patienten nach Ausschlusskriterien in der Studie evaluiert wurden. Durch die Direktnaht und Sicherung mittels einer zweiten Fasziennaht nach semizirkulärer, subumbilicaler Inzision nach Spitzy konnte eine niedrige Rezidivquote von 1 % (n = 5 von n = 499)erzielt werden. Die jungen Patienten waren im Durchschnitt 33,8 Monate alt und zu 44,1 % weiblich und zu 55,9 % männlich. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Technik der Nabelherniotomie nach Spitzy, die seit über 100 Jahren angewendet wird, auch heute noch den Goldstandard darstellt.

Autoren: L. Kuck, T. Meyer
Weitere Informationen: Kinder- und Neugeborenenchirurgie, Mediengruppe Oberfranken, Nabelhernie, Kindesalter, Rezidivrate
ISSN: 0009-4846
Institut: Abteilung für Kinderchirurgie, Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie, Universitätsklinikum Würzburg