Verwahrfristen für ärztliche Dokumentation | chirurgische praxis Band: 83

Frage: Grundsätzlich haben wir niedergelassenen Ärzte/Ärztinnen eine Aufbewahrungspflicht der Patientenunterlagen, wie Aufzeichnungen, Briefe, Sonobilder etc. für 10 Jahre, Röntgenbilder für 20 Jahre und Bestrahlungsunterlagen für 30 Jahre. Im Rahmen der Diskussion um das Wissen der eigenen Herkunft nach Samenspende wurde erläutert, dass diese Unterlagen für 10 Jahre nach Volljährigkeit des betroffenen Menschen aufbewahrt werden müssen, da das Recht auf selbstbestimmtes Wissen über die Herkunft erst mit der Volljährigkeit eingefordert werden kann und somit erst damit die Frist beginnt. Gilt Entsprechendes auch für andere vorgeburtliche Unterlagen, also die gesamte Schwangerschaftsdokumentation? Gilt Entsprechendes auch für die Praxisunterlagen der Pädiater?

Autoren: G. H. Schlund
Weitere Informationen: Geriatrie, Allgemeines, Mediengruppe Oberfranken, Verwahrfristen, Aufbewahrungsfristen, ärztliche Dokumentation
ISSN: 0009-4846
Institut: Vorsitzender Richter am OLG a. D., München