Chirurgische Aspekte bei Kongenitalen Thorakalen Malformationen | chirurgische praxis Band: 83

Zusammenfassung: Kongenitale Thorakale Malformationen sind seltene Fehlbildungen der Atemwege und beinhalten Congenital Pulmonary Airway Malformations, Lungensequester sowie bronchogene Zysten. Sie werden häufig im pränatalen Ultraschall erkannt und bleiben in ca. 80 % zunächst asymptomatisch. Symptomatische Verläufe werden grundsätzlich chirurgisch therapiert. Die wichtigsten Argumente für eine chirurgische Therapie asymptomatischer Patienten sind das hohe Risiko für infektiöse Komplikationen im Langzeitverlauf sowie das zwar geringe, aber klinisch bedeutsame Malignitätsrisiko. Die präoperative Bildgebung erfolgt mittels Computertomografie, die definitive Klassifikation der Kongenitalen Thorakalen Malformationen ist nur histologisch möglich. Eine früh-elektive minimal-invasive Operation im Säuglingsalter verhindert Komplikationen und ermöglicht ein kompensatorisches Lungenwachstum.

Autoren: C. Kujath, B. Ure, J. Dingemann
Weitere Informationen: Kinder- und Neugeborenenchirurgie, Mediengruppe Oberfranken, Kongenitale Thorakale Malformationen, Lungensequester, CPAM, Pleuropulmonales Blastom, bronchogene Zyste
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik für Kinderchirurgie, Medizinische Hochschule Hannover