Immunonkologie beim Mammakarzinom | chirurgische praxis Band: 83

Zusammenfassung: Die Berücksichtigung des Immunsystems in der Tumorgenese des Mammakarzinoms führt zu einem verbesserten Verständnis dieser Erkrankung und zu einer Erweiterung des therapeutischen Spektrums. Aus diesem Grund weisen eine zunehmende Anzahl an translationalen Studienprojekten immunologische Aspekte auf. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Bedeutung tumorinfiltrierender Lymphozyten zur Präzision von Prädiktion und Prognose des Mammakarzinoms. Therapeutisch erweitert sich das Spektrum der etablierten und leitliniengerechten passiven Immuntherapie mittels Antikörpern hin zum Einsatz von Checkpoint-Inhibitoren, sowie zu aktiven Immunisierungskonzepten. Aktueller Stand der Wissenschaft ist neben der Peptidvakzinierung die Hypothese einer personalisierten Vakzinierung mittels mRNA-Vakzine gegen Neo-Epitope. Einen besonderen Stellenwert erfahren diese innovativen Konzepte in der Subgruppe des triple-negativen Mammakarzinoms. Seit September 2016 ist die MERIT-Studie eine international aktiv rekrutierende Studie, welche das Konzept der personalisierten Vakzinierung gegen immunogene Mutationen verfolgt.

Autoren: K. Almstedt, M. Schmidt
Weitere Informationen: Benachbarte Gebiete, Mediengruppe Oberfranken, Brustkrebs, Immuntherapie, zielgerichtete Therapie, Vakzinierung, MERIT-Studie
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik für Geburtshilfe und Frauengesundheit, Universitätsmedizin Mainz