Eskalation oder Unterlassen? | chirurgische praxis Band: 83

Zusammenfassung: Entscheidungen über Beginn, Fortsetzung oder Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen geben in der klinischen Praxis immer wieder Anlass für ethische Fragen und Konflikte. Nicht selten sind diese in der fehlenden Kenntnis der rechtlichen Rahmenbedingungen begründet. In dem Beitrag werden zunächst die deutsche, österreichische und schweizerische Rechtslage im Zusammenhang mit den verschiedenen Formen der Sterbehilfe (Tötung auf Verlangen, Hilfe zur Selbsttötung, Symptomlinderung, Behandlungsabbruch) beleuchtet. Anschließend wird auf die ethischen und rechtlichen Kriterien der Entscheidungsfindung (Indikation und Patientenwille) sowie auf die Besonderheiten ärztlicher Entscheidungen in Notfallsituationen eingegangen. Abschließend wird die ethische Fallbesprechung als Möglichkeit der Unterstützung bei schwierigen oder kontroversen Entscheidungsfindungssituationen vorgestellt.

Autoren: A. Simon
Weitere Informationen: Geriatrie, Allgemeines, Mediengruppe Oberfranken, Ethische Entscheidungsfindung, Sterbebegleitung, Sterbehilfe, Advance Care Planning, Ethikberatung
ISSN: 0009-4846
Institut: Akademie für Ethik in der Medizin e. V., Göttingen