Biologika in der CED-Therapie. Wirkungen und Nebenwirkungen | chirurgische praxis Band: 83

Zusammenfassung: Rekombinante Proteinarzneistoffe (Biologika) haben in den letzten 15 Jahren den Arzneimittelmarkt mit vielfältigen Innovationen nachhaltig bereichert und so einzelne Indikationsgebiete regelrecht revolutioniert. Die Therapie autoimmuner Entzündungserkrankungen hat durch die Biologika dabei besonders profitiert. Auch für die Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CED) ist die Anwendung von Biologika in den therapeutischen Leitlinien vorgesehen, um in die schweren Verlaufsformen des Morbus Crohn oder der Colitis Ulcerosa einzugreifen. Dabei kommen insbesondere die bekannten Antikörper-Hemmstoffe des TNF-α zum Einsatz, bei deren Versagen mit Vedolizumab und Ustekinumab zwei weitere Wirkprinzipien existieren. Während Vedolizumab die Leukozytenrekrutierung aus dem Blutstrom hemmt, blockiert Ustekinumab die proinflammatorischen Interleukine-12 und -23. Dies hat den Anspruch an die Therapie sowie die Krankheitsverläufe dramatisch verändert. All diese Wirkstoffe sind hoch effizient, basieren aber in ihrer Aktivität auch auf einer Immunsuppression der Patienten. Daher ist im Umgang mit diesen Wirkstoffen eine hohe Aufmerksamkeit auf potentielle Nebenwirkungen und Kontraindikationen zu richten. In diesem Artikel werden die Wirkstoffe entsprechend ihrer Stellung in den therapeutischen Leitlinien in ihrer Wirkung und Nebenwirkung näher adressiert.

Autoren: G. Bendas
Weitere Informationen: Arzneimittel-, Therapie-Kritik, Mediengruppe Oberfranken, CED, rekombinante Proteinarzneistoffe/ Biologika, TNF-α-Antagonisten
ISSN: 0009-4846
Institut: Fachbereich Pharmazie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn