Multimedikation bei älteren und multimorbiden Patienten | chirurgische praxis Band: 83

Zusammenfassung: Multimedikation nimmt mit Multimorbidität zu. Zu weiteren Faktoren, die eine Multimedikation begünstigen, gehören leitliniengerechte Behandlung, unbefriedigende Wirkung einer bisherigen Therapie und Verschreibungskaskade. Zur Machbarkeit einer Reduktion der Arzneimittelzahl existieren bislang einzelne Interventionsprogramme. Unklar ist bislang, inwieweit die alleinige Reduktion der Zahl ein sinnvolles Ziel darstellt und ob der individuelle Patient davon prognostisch profitiert. Die Reduktion oder das Belassen einer Medikation ist eine individuelle, an Behandlungszielen orientierte Entscheidung. Sie kann z. B. mit Hilfe von Listen sowie der hausärztlichen Leitlinie Multimedikation erfolgen [30].

Autoren: K. Mörike
Weitere Informationen: Geriatrie, Allgemeines, Mediengruppe Oberfranken, Alter, Multimedikation, Multimorbidität, Polypharmakotherapie, Polypharmazie, Polypragmasie
ISSN: 0009-4846
Institut: Department für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Universitätsklinikum Tübingen