Prolapschirurgie mit minimalinvasiver Technik | chirurgische praxis Band: 84

Zusammenfassung: Bei der Behandlung des externen Rektumprolapses ist die Operation das Mittel der Wahl. Aufgrund der engen Lagebeziehung zu den urogenitalen Kompartimenten des Beckenbodens und der simultanen funktionellen Störung desselben stellt die Behandlung des externen Rektumprolapses eine besondere interdisziplinäre Herausforderung dar. Die chirurgische Therapie unterscheidet abdominelle von perinealen Verfahren. Die Studienendpunkte Rezidivrate, Verbesserung der Stuhlinkontinenz und der Obstipation unterscheiden sich in den zahlreichen Studien zwischen den verschiedenen Techniken und Zugangswegen nicht signifikant. Die heterogene Studienlage lässt eine therapeutische Empfehlung oder Vorzug einer operativen Technik objektiv nicht zu. Die Verwendung von minimalinvasiven Techniken und die Weiterentwicklung der Fixationtechniken scheinen jedoch eine kürzere Krankenhausaufenthaltsdauer, geringere postoperative Schmerzen und eine raschere Rehabilitation zu ermöglichen.

Autoren: A. Brandl, F. Aigner
Weitere Informationen: Viszeralchirurgie, Mediengruppe Oberfranken, Rektumprolaps, interdisziplinär, minimalinvasiv, Netzrektopexie, Rezidiv
ISSN: 0009-4846
Institut: Chirurgische Klinik, Charité - Universitätsmedizin Berlin