Worauf müssen wir beim Einsatz von Metamizol achten? | chirurgische praxis Band: 84

Zusammenfassung: Der vorliegende Artikel behandelt die juristischen Aspekte, die bei der Gabe von Metamizol zu bedenken sind. Allgemein wird das Risiko einer Agranulozytose geschätzt mit etwa 1:30.000. Eine in der Literatur vielfach publizierte Indikation ist die, dass Metamizol dann einzusetzen sei, wenn andere medikamentöse Schmerztherapien kontraindiziert sind. Hinsichtlich der Aufklärung gilt es hierbei zwei Dinge zu betrachten. Zum einen sollte der Patient im Rahmen der Risikoaufklärung auf das Risiko der Agranulozytose aufmerksam gemacht werden. Zum zweiten sollte er im Rahmen der Sicherungsaufklärung den Hinweis erhalten, dass er sich bei auftretenden Infektzeichen (Hals-Nasen-Rachen-Infekte etc.) unmittelbar in einer Klinik vorstellt und mitteilt, dass er Novalgin® erhalten hat. Ideal wäre auch die Empfehlung, etwa eine Woche nach Beginn der Novalgin®-Therapie ein Blutbild anfertigen zu lassen.

Autoren: J. Jerosch, A. Breil-Wirth
Weitere Informationen: Arzneimittel-, Therapie-Kritik, Mediengruppe Oberfranken, Metamizol, Risiken, Aufklärung
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin, Johanna-Etienne-Krankenhaus Neuss