Emicizumab: Faktor-VIIIa-Mimetikum in der Therapie der Hämophilie A | chirurgische praxis Band: 84

Zusammenfassung: Emicizumab ist ein subkutan applizierter, bispezifischer, humanisierter Antikörper mit Faktor- VIIIa-mimetischer Wirkung. Bei Patienten mit Hämophilie A und Hemmkörpern gegen FVIII zeigt er einen guten Effekt in der Verhinderung von Blutungen und ist einer reinen Bedarfsbehandlung oder Prophylaxe mit Bypass-Produkten deutlich überlegen. Es wird erwartet, dass Emicizumab die Therapie der Patienten fundamental verändert [10]. Die Kombination von Emicizumab mit dem Bypass-Produkt APCC sollte vermieden werden, denn sie zeigt eine überschießende Thrombin-Bildung und ein erhöhtes Risiko thromboembolischer Ereignisse.

Autoren: A. Tiede
Weitere Informationen: Arzneimittel-, Therapie-Kritik, Mediengruppe Oberfranken, Emicizumab, Hämophilie, Gelenkblutungen
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Stammzelltransplantation, Medizinische Hochschule Hannover