Langzeitergebnisse und prognostische Faktoren bei Weichgewebssarkomen des Thorax | chirurgische praxis Band: 84

Zusammenfassung: Weichgewebssarkome (WGS) sind eine seltene und heterogene Gruppe maligner Tumoren mesenchymalen Ursprungs. Ca. 20 % dieser Tumoren entwickeln sich primär an der Thoraxwand. Der Grundpfeiler der Therapie ist die vollständige chirurgische Resektion. Trotz des Trends zu weniger radikalen Resektionen ergeben sich so an der Thoraxwand häufig große Defekte mit freiliegenden intrathorakalen Organen. Daher kommt neben der Resektion insbesondere der Rekonstruktion eine besondere Rolle zu. An flankierenden Therapien ist insbesondere die neoadjuvante Radiatio zu nennen, welche der Studienlage nach zwar nicht das Überleben verbessert, aber die Rate an Lokalrezidiven verringern kann. Die Prognose nach Therapie von WGS der Thoraxwand hängt insbesondere vom Alter, dem Grading und Subtypen sowie der Tumorgröße ab und liegt bei einem 46–89 % 5-Jahres-Überleben.

Autoren: J. Kolbenschlag, K. Harati, M. Lehnhardt, A. Daigeler
Weitere Informationen: Thoraxchirurgie, Herzchirurgie, Gefäßchirurgie, Mediengruppe Oberfranken, Sarkom, Thorax, Thoraxwandresektion, Malignome, Weichgewebstumoren, Weichgewebssarkom, Weichteilsarkom
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik für Hand-, Plastische, Rekonstruktive und Verbrennungschirurgie, BG Klinik Tübingen; Klinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Universitätsklinikum Bergmannsheil, Bochum