Therapeutisches Vorgehen bei Verletzungen der Thoraxwand im Kindes- und Jugendalter | chirurgische praxis Band: 84

Zusammenfassung : Unfälle sind in Deutschland die häufigste Todesursache von Kindern (>1 Jahr) und Jugendlichen. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind Stürze die häufigste Unfallursache, bei älteren Kindern Verkehrsunfälle. Thoraxtraumata gelten als zweithäufigste verletzungsbedingte Todesursache, kommen aber selten isoliert vor. Durch die hohe Elastizität des kindlichen Brustkorbskelettes kommt es beim stumpfen Thoraxtrauma zu einer massiven Gewalteinwirkung auf die intrathorakalen Organe. Dies führt vor allem zu schweren Kontusionen der Lunge, die zu einer Beatmungspflichtigkeit der Patienten führen können. Knöcherne Verletzungen der Brustwand sind dagegen selten und werden durch die Beatmung der Patienten stabilisiert. Die Frakturen konsolidieren unter konservativer Therapie innerhalb weniger Tage. Indikationen für eine operative Brustwandstabilisierung gibt es nicht.

Autoren: T. Walles, L. Eden
Weitere Informationen: Kinder- und Neugeborenenchirurgie, Mediengruppe Oberfranken, Thoraxtrauma, Inzidenz, Therapie, Kinder, Prognose
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg; Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Würzburg