Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei nicht-orthopädischen Indikationen | chirurgische praxis Band: 84

Zusammenfassung: Seit der ersten klinischen extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) zur Zertrümmerung von Nierensteinen im Klinikum Großhadern im Jahr 1980 hat sich diese in einer Reihe von klinischen Disziplinen entwickelt. In der plastischen Chirurgie hat die ESWT experimentell wie auch klinisch in allen Subdisziplinen Einzug gehalten: In der Handchirurgie können Knochen (z. B. Lunatummalazie) und Sehnen (z. B. A1-Ringbandstenosen) mit der radialen und fokussierten ESWT positiv und nebenwirkungsfrei behandelt werden, ebenso die Rhizarthrose. In der Verbrennungsmedizin wird die Epithelialisierung der Haut signifikant verbessert, was auch chronischen Wunden zu Gute kommt. In der ästhetischen Chirurgie kann z. B. die Zellulitis nicht-invasiv mit 6–8 ESWT-Sitzungen verbessert werden. Muskuläre Spasmen z. B. nach Apoplex können durch ESWT reduziert werden.

Autoren: K. Knobloch
Weitere Informationen: Unfall-, Hand- und plastische Chirurgie, Orthopädie, Mediengruppe Oberfranken, ESWT, Neurologie, Plastische Chirurgie, Urologie, Verbrennung, Zellulitis, arterielle Verschlusskrankheit (AVK)
ISSN: 0009-4846
Institut: SportPraxis, Hannover