Therapie der Osteoporose | chirurgische praxis Band: 85

Zusammenfassung: Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die mit dem höheren Lebensalter assoziiert ist und dementsprechend hoch ist ihr Anteil bei Patienten in der Alterstraumatologie. Für Betroffene, die eine Osteoporose-assoziierte Fraktur erlitten haben, bedeutet dies eine erhebliche Einschränkung der Mobilität und somit auch der Lebensqualität, welche mit einer Mortalitätserhöhung einhergeht. Entsprechend der demografischen Entwicklung nimmt die Prävalenz dieser Erkrankung weiter zu. Aufgrund der Pathophysiologie der Osteoporose ist für die Patienten eine lebenslange Betreuung zu gewährleisten. Unfallchirurgen nehmen hier eine zentrale Rolle ein: operative Versorgung, Diagnostik und Therapieeinleitung hinsichtlich Osteoporose während des stationären Aufenthalts und Koordination der Schnittstelle zwischen stationärem unfallchirurgischen Bereich mit dem ambulanten niedergelassenen Bereich im Sinne eines Fracture Liaison Service (FLS). Das gemeinsame Ziel ist die erfolgreiche Weiterführung der stationär begonnenen Therapie in einer interdisziplinären und sektorenübergreifenden Zusammenarbeit, um Folgefrakturen zu vermeiden und Lebensqualität zu erhalten.

Autoren: U. Stumpf, M. Gosch, R. Schmidmaier, C. Kammerlander, W. Böcker, J. Schelling, P. Hadji, C. Neuerburg
Weitere Informationen: Unfall-, Hand- und plastische Chirurgie, Orthopädie, Mediengruppe Oberfranken, Behandlungsalgorithmus, FLS (Fracture Liaison Service), Frakturen, Osteoporose
ISSN: 0009-4846
Institut: Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Klinikum der Universität München; Klinik für Innere Medizin 2, Schwerpunkt Geriatrie, Klinikum Nürnberg Nord, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität; Medizinische Klinik und Poliklinik IV, Klinikum der Universität München; Gemeinschaftspraxis Martinsried; Frankfurter Hormon- und Osteoporosezentrum