internistische praxis

Jahr: 2015 - Band: 55 - Heft: 2 - Startseite: 297

Jodhaltige Kontrastmittel und Schilddrüse

Autoren: J. DREWES

Zusammenfassung

Im Jahr 2013 wurden in Deutschland etwa 8,3 Millionen Untersuchungen mit Einsatz von Röntgenkontrastmitteln durchgeführt. Davon entfielen 57% auf CT-Untersuchungen, 24% i.a. Angiographien und 19% auf sonstige Röntgenuntersuchungen (Quelle: AMR Data Analysis). Aufgrund des sehr hohen Jodgehalts werden die Patienten dabei Konzentrationen ausgesetzt, die den physiologischen Tagesbedarf um ein Vielfaches übersteigen. Dies ist für gesunde Schilddrüsen kein besonderes Problem, kann aber bei vorbestehender Schilddrüsenerkrankung zu einer Entgleisung des Hormonsystems führen.