internistische praxis

Jahr: 2015 - Band: 55 - Heft: 3 - Startseite: 569

Posttraumatische Belastungsstörung

Autoren: T. HECKER und A. MAERCKER

Zusammenfassung

Traumata werden definiert als Ereignisse von außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophalem Ausmaß, die nahezu bei jedem tiefgreifende Verzweiflung auslösen würden. Der größte Teil der Bevölkerung erlebt im Laufe des Lebens traumatische Ereignisse. Die Wahrscheinlichkeit, in seinem Leben eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) zu entwickeln, liegt jedoch in Deutschland nur zwischen 1% und 4%. Für die Diagnose einer PTBS ist das Vorliegen eines schweren Traumas die Voraussetzung. Eine PTBS wird diagnostiziert, wenn über einen längeren Zeitraum die traumatische Situation unwillkürlich wiedererlebt wird (z. B. in Bildern oder Träumen), mögliche Hinweisreize vermieden werden, die allgemeine Reagibilität abgeflacht ist und eine permanente Übererregung vorliegt.