internistische praxis

Jahr: 2015 - Band: 55 - Heft: 3 - Startseite: 657

Qigong/Chigong und Taijiquan/Tai-Chi-Chuan (Tai-Chi) in der Onkologie

Autoren: K. MÜNSTEDT, H. MÄNNLE, V. HANF und J. HÜBNER

Zusammenfassung

Unter Qigong fasst man verschiedene Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsformen zusammen, die nach Überzeugungen der traditionellen chinesischen Medizin das »Qi«, eine Lebensenergie, die in den Meridianen des Körpers fließt, stimuliert und so zur Gesundung und Gesunderhaltung beiträgt. Tai-Chi ist also Teil von Qigong. Im onkologischen Kontext finden sich einige Studien und zu manchen Themen sogar Metaanalysen, die positive Einflüsse auf Lebensqualität, Fatigue und Lymphödeme zeigen, wobei die meisten Studien nicht von unbedingt hoher Qualität sind. Vor dem Hintergrund, dass Studien zu allgemeinen Bewegungstherapien ebenfalls positive Ergebnisse im Hinblick auf die genannten Parameter gezeigt haben, lässt sich kaum eine exklusive Empfehlung zu Qigong geben.