internistische praxis

Jahr: 2015 - Band: 55 - Heft: 4 - Startseite: 711

Rauchenassoziierte sekundäre Erythrozytose durch chronische Kohlenstoffmonoxidintoxikation

Autoren: B. W. PELZER und J. R. GÖTHERT

Zusammenfassung

Rauchen ist ein weit verbreitetes Konsumverhalten der westlichen Welt und zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und Altersklassen. Kohlenstoffmonoxid entsteht durch die inkomplette Verbrennung kohlenstoffhaltiger Verbindungen und ist deshalb in signifikanten Mengen in Tabakrauch enthalten. Die hohe Bindungsaffinität von Kohlenstoffmonoxid an Hämoglobin verdrängt Sauerstoff aus der Hämoglobinbindungsstelle und erzeugt im Körper einen relativen Sauerstoffmangel. Dieser wird durch eine Erhöhung des Erythropoetinspiegels und der daraus resultierenden Erythrozytose kompensiert. Hieraus ergeben sich eine Hämatokriterhöhung und eine gesteigerte Viskosität des Blutes, die mit einem erhöhten Risiko für thromboembolische Ereignisse einhergehen.