internistische praxis

Jahr: 2015 - Band: 55 - Heft: 4 - Startseite: 747

Lipoprotein(a)

Autoren: I. GOUNI-BERTHOLD und H. K. BERTHOLD

Zusammenfassung

Epidemiologische Daten und neuere MENDEL-Randomisierungsstudien haben nachgewiesen, dass ein erhöhtes Lipoprotein(a) (Lp [a]) eine kausale Rolle bei der Entstehung von Atherosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielt. Die Risiko-Assoziation mit der Lp(a)-Konzentration ist vergleichsweise schwach, aber kontinuierlich und ohne offensichtlichen Schwellenwert. Die Verteilung der Plasmakonzentrationen in der Bevölkerung ist asymmetrisch, einzelne Patienten mit besonders hohen Werten haben ein deutlich erhöhtes Risiko. Eine Plasmakonzentration von 60 mg/dl im Vergleich zu üblichen Werten ist mit einer Odds Ratio für eine koronare Herzkrankheit von etwa 1,5 nach Adjustierung für andere kardiovaskuläre Risikofaktoren assoziiert.