internistische praxis

Jahr: 2016 - Band: 56 - Heft: 1 - Startseite: 31

Depression als Postmenopausensymptom

Autoren: Prof. Dr. MICHAEL LUDWIG

Frage - Antwort

74-jährige Patientin mit einer seit Jahren bestehenden schweren Depression, die möglicherweise getriggert ist durch einen nicht nachweisbaren Östrogenwert in der Menopause. Zustand nach mehrfachen Beinvenenthrombosen sowie Lungenembolie. Es besteht eine Faktor-V-Leiden-Mutation, sodass unabhängig vom Alter der Patientin eine klassische Östrogensubstitution zur Behandlung von Depression und Hypotension nicht möglich erscheint. Andere Mangelerscheinungen sind ausgeschlossen. Gibt es außer den klassischen Psychopharmaka Möglichkeiten, die Krankheitssymptome, die durch den nicht messbaren Estradiolwert bestehen, zu verbessern und die kein vermehrtes Thromboembolierisiko aufweisen? Eine Dauertherapie mit Marcumar besteht.