internistische praxis

Jahr: 2016 - Band: 56 - Heft: 4 - Startseite: 673

Erythrozyten im Harn

Autoren: D. A. Scheiner, D. Perucchini, D. Fink, C. Betschart

Zusammenfassung

Ein auf Hämaturie positiver Harnteststreifen muss durch die mikroskopische Untersuchung des Sediments bestätigt (mindestens 3 Erythrozyten pro Hauptgesichtsfeld) oder verworfen werden. Benigne Ursachen einer asymptomatischen Mikrohämaturie sind auszuschließen. Ist die Mikroskopie weiterhin positiv, so soll eine gründliche Diagnostik mittels Zystoskopie (ab einem Alter von 35 Jahren) und Bildgebung der oberen und ableitenden Harnwege (idealerweise mittels Multiphasen-CT) sowie gegebenenfalls nephrologischer Dia gnostik eingeleitet werden. Urologische Erkrankungen – vor allem Malignome – sollen dadurch rechtzeitig im Frühstadium erfasst und angegangen werden.