internistische praxis

Jahr: 2016 - Band: 57 - Heft: 1 - Startseite: 21

Neues in der Behandlung der renalen Anämie

Autoren: A. T. Deak, A. Rosenkranz

Zusammenfassung

Anämie ist eine häufige Komplikation der chronischen Niereninsuffizienz, die mit Eisensubstitution, Erythropoesis-stimulating agents (ESA) und in refraktären Fällen, mit Bluttransfusionen behandelt wird. Studien der letzten Jahre haben eine Reihe von Rückschlägen in der Verwendung der ESA mit sich gebracht, welche unter anderem ein höheres Risiko für die Entwicklung zerebrovaskulärer Komplikationen und erhöhter Mortalität bei Tumorpatienten, ohne Verbesserung des kardiovaskulären und renalen Outcomes mit sich brachten. Diese nachteiligen Ergebnisse haben Kliniker dazu gezwungen, das Management der renalen Anämie zu evaluieren. Es führte zu einer Abnahme des ESA-Verbrauchs, während die Eisensubstitution und alternative therapeutische Optionen mehr in den Vordergrund getreten sind. Die aktuelle Übersicht fasst die »state of the art« der Anämiekorrektur bei chronischer Niereninsuffizienz (CKD) zusammen, unter Einbeziehung des personalisierten Anämiemanagements und neuer Eisensubstitutionsstrategien.