internistische praxis

Jahr: 2016 - Band: 57 - Heft: 1 - Startseite: 85

Polymyalgia rheumatica

Autoren: G. Lechner, B.F. Leeb

Zusammenfassung

Polymyalgia rheumatica (PMR) stellt eine durchaus häufige rheumatische Erkrankung des höheren Lebensalters dar, die etwa 0,1 bis 0,5 % der Menschen jenseits des 50. Lebensjahres betrifft. Die Diagnose basiert auf einem klinischen Syndrom, das Schmerzen und Steifigkeit im Schulterund Beckengürtel, Druckschmerz der Muskulatur der Oberarme und Oberschenkel, sowie unspezifische Beschwerden, wie z.B. Müdigkeit, aber auch gelegentlich Fieber und Gewichtsverlust beinhaltet. Darüber hinaus ist die Akutphase-Reaktion, gemessen an Blutsenkung und/oder C-reaktivem Protein (CRP) meist deutlich ausgelenkt, allerdings kann eine PMR auch ohne veränderte Akutphase-Reaktanten bestehen. Es ist gut bekannt und auch allgemeiner Konsensus, dass Corticosteroide zu einer raschen und sehr deutlichen Besserung der Beschwerden führen und die Patient(inn)en rasch wieder funktionell in den vor der Krankheit bestehenden Zustand zurückführen. Abgesehen von einzelnen schwerwiegenden Komplikationen wird die Prognose der Erkrankung als sehr gut angesehen.