internistische praxis

Jahr: 2016 - Band: 57 - Heft: 1 - Startseite: 169

Fingolimod

Autoren: T. Ziemssen, K. Thomas

Einleitung

Die Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche, von Anfang an aber auch neurodegenerative Erkrankung der üblicherweise jüngeren Frau, die klinisch neben den zumeist zum Anfang der Erkrankung ausgeprägten klinischen Krankheitsschüben mit einer fortschreitenden Behinderung assoziiert ist. Fortschritte im Bereich der Diagnostik und Therapie erlauben heute zum einen eine frühzeitige Diagnostik der Erkrankung durch Zuhilfenahme paraklinischer Parameter wie v. a. des MRTs. Zum anderen wird aufgrund der derzeitigen Studienlage immer mehr deutlich, dass ein frühzeitiger Therapiebeginn mit einer verlaufsmodifizierenden Medikation, als auch eine frühzeitige Therapieoptimierung einen positiven Einfluss auf den weiteren Erkrankungsverlauf zur Folge hat [1]. Bei der verlaufsmodifizierenden Therapie der schubförmigen Multiplen Sklerose werden im Stufenschema der neurologischen Leitlinien die Therapien für den milden/moderaten Verlauf (Basistherapeutika) von denjenigen für den (hoch-)aktiven Verlauf (Eskalationstherapeutika) unterschieden, zu denen Natalizumab, Alemtuzumab und Fingolimod gehören [2].