internistische praxis

Jahr: 2017 - Band: 57 - Heft: 2 - Startseite: 293

Myasthenia gravis: Neues zu Pathogenese, Diagnose und Therapie

Autoren: J. P. Sieb

Zusammenfassung

Mutmaßlich gibt es in Deutschland zirka 8.000–12.000 Myasthenie-Patienten. Erfahrungsgemäß wird die Diagnose dieser zumeist bei Frauen im mittleren Erwachsenenalter und bei Männern im Senium auftretende Autoimmunerkrankung häufig erst mit erheblicher Verzögerung gestellt. Klinisch zeigt sich eine mehr oder weniger stark fluktuierende, unterschiedlich rasch (über Tage, Wochen oder Monate) zunehmende, schmerzlose, bei Belastung sich akzentuierende Muskelschwäche, die überwiegend generalisiert oder seltener fokal oropharyngeal oder okulär betont ist. Vielfach ist auch der Internist bei der Versorgung von Myasthenie-Kranken gefordert, zum Beispiel bei der Behandlung anderer, assoziiert auftretender Autoimmunerkrankungen oder auf der Intensivstation während einer myasthenen Krise.