internistische praxis

Jahr: 2017 - Band: 57 - Heft: 2 - Startseite: 355

Belimumab

Autoren: C. Günther1, M. Aringer2

Einleitung

Der systemische Lupus erythematodes (SLE) ist eine prototypische Autoimmunerkrankung mit einem breiten klinischen Spektrum in Ausprägung und Organbeteiligung. Typische Symptome umfassen die Haut, Gelenk- und Nierenbeteiligung, die Serositis und hämatologische Veränderungen. Alle anderen Organe, inklusive des zentralen und peripheren Nervensystems, können ebenfalls betroffen sein. Fast immer sind antinukleäre Antikörper (ANA) und oft spezifischere Autoantikörper, zum Beispiel gegen doppelsträngige DNS (ds-DNA) oder RNA-bindende Proteine wie Sm nachweisbar. Die Variabilität der Symptomatik ist schon aus den Kriterien des American College of Rheumatology (ACR) bzw. den Systemic Lupus International Collaborating Clinics Classification (SLICC)-Kriterien ersichtlich [1, 2]. Werden hierbei in zeitlicher Variabilität 4 von 11 der ACR-Kriterien erfüllt, ist die Erkrankung als SLE klassifizierbar [2], wobei hier zwischen der auf Kriterien basierenden Klassifikation und der davon formal unabhängigen Diagnose unterschieden werden muss.