internistische praxis

Jahr: 2017 - Band: 57 - Heft: 3 - Startseite: 443

Interdisziplinäre Therapieplanung beim metastasierten Mammakarzinom

Autoren: R. Würstlein, A. König, M. Bardenhewer, C. Gehring, C. Göss, N. Harbeck

Zusammenfassung

Die Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms wird zunehmend zu einer interdisziplinären Herausforderung dieser, in der Regel leider immer noch tödlich verlaufenden, Erkrankung. Längere Krankheitsverläufe durch zunehmend diagnostische und therapeutische Behandlungsplanungen bedeuten längere Behandlungszeiten, denn dank neuer Therapieoptionen und eines umfassenden Studienangebots steigen progressionsfreies Überleben und Gesamtüberleben. Der Erhalt einer möglichst hohen Lebensqualität setzt eine gute Verträglichkeit und ein gutes Nebenwirkungsmanagement sowie eine umfassende Berücksichtigung der familiären, sozialen und auch sozioökonomischen Gesamtsituation des Netzwerks der Patientin voraus. Das interdisziplinäre Netzwerk der Behandelnden ist Voraussetzung für ein optimales, individualisiertes Therapiekonzept. Erstmals beim Advanced Breast Cancer Konsensus (ABC1) in Lissabon 2011 und dann vertieft beim ABC2 2013 und ABC3 2015 wurden internationale Empfehlungen zur Diagnose und Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms ausgesprochen, was in Deutschland in den jährlich aktualisierten AGO-Empfehlungen (www.ago-online.de) bereits umgesetzt wird.