internistische praxis

Jahr: 2017 - Band: 58 - Heft: 3 - Startseite: 451

Gastrointestinale Stromatumoren

Autoren: P. Reichardt

Zusammenfassung

Gastrointestinale Stromatumoren sind den Weichgewebssarkomen zuzuordnen und entstehen aus den Cajal Zellen, den Schrittmacherzellen des Magen-Darm-Trakts, oder deren Vorgängerzellen. Sie entstehen am häufigsten im Magen, gefolgt vom Dünndarm. Der therapeutische Standard für lokalisierte GIST ist ihre vollständige chirurgische Entfernung. Alle verdächtigen Läsionen im GI-Trakt müssen ab einer Größe von 2 cm histologisch gesichert oder entfernt werden mit Ausnahme von Läsionen im Rektum, die unabhängig von der Größe grundsätzlich entfernt werden müssen. Durch den adjuvanten Einsatz von Imatinib bei Patienten mit lokalisierten, chirurgisch komplett resezierten GIST mit einem hohen Rezidivrisiko kann das Gesamtüberleben signifikant verbessert werden. Die Behandlungsdauer beträgt 3 Jahre. Eine Mutationsanalyse ist obligat, insbesondere